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Dienstag, 29. Januar 2013

Rea und der Magier

Rea und ihre Freunde bringen Taschendiebe zur Strecke. Als sie seltsame Bargeld­abhebungen wohlhabender Leute entdecken, welche sich gar nicht mehr daran erinnern können, sind sie ratlos. Erst ein sich verdächtig benehmender Zauberkünstler führt sie auf die richtige Spur.

Schockschwerenot!
Unter dem roten Tuch steckt ein waschechter Tiger. Zum Glück mit einem Käfig drum herum.
"Wow!", entfährt es Laura beeindruckt. Sie schaut fasziniert auf die Raubkatze, die sich unruhig in ihrem engen Gefängnis hin und her wendet.
"Das arme Tier steht betimmt Todesängste aus", bemerkt Lauras Vater mitfühlend.
Derweil klatscht sich das Publikum die Hände wund, was den Tiger nur noch panischer macht. Stanislaus Kupferfeld starrt dem Raubtier beschwörend in die Augen und murmelt etwas Unverständliches. Dann stürmen zwei Helfer auf die Bühne und decken den Käfig wieder zu.
Nun hebt der Magier mit bedeutungsvollem Gesichtsausdruck die Arme. Dabei scheint er voll konzentriert zu sein. Sekundenlang verharrt er in dieser Stellung. Die Zuschauer ahnen bereits, dass gleich etwas Misteriöses, Außergewöhnliches geschehen wird.
Und tatsächlich!
Blitzschnell wird der rote Samtstoff entfernt und das verblüffte Publikum bekommt statt eines zähnefletschenden Raubtiers ein schneeweißes Schaf präsentiert. Unglaublich! Kupferfeld verbeugt sich tief vor dem stürmischen Applaus seiner Fans.
"Wie hat er das bloß gemacht? Wo ist der Tiger? Und wie ist das Schaf in den Käfig gekommen?"
Lauras Mama lacht. "Tja, mein Kind, das ist des Magiers Geheimnis."

So allmählich klingt der Beifall ab und es kehrt wieder gespannte Ruhe im Saal ein. Stanislaus Kupferfeld schreitet zum Bühnenrand, schaut scheinbar suchend ins Publikum und fährt schließlich mit erhobener Stimme fort:"Und jetzt, meine sehr vereehrten Damen, Herren und auch Kinder, komme ich zu einem der Höhepunkte der Sensation- Magic- Show. Dazu benötige ich jedoch ihre geschätzte Hilfe. Ich werde gleich zwei oder drei Freiwillige aus dem Publikum zu mir auf die Bühne bitten. Aber keine Angst, es wird Ihnen kein Haar gekrümmt. Sie werden ganz entspannt auf den Stühlen sitzen, die meine fleißigen Helfer sogleich neben mir aufstellen."

Der Magier blickt ein zweites Mal suchend in die Runde.
"Jaaa!", ruft er und zeigt auf die erste Reihe im Zuschauerraum. "Da bin ich doch schon fündig geworden. Bitte seien Sie so freundlich und kommen Sie zu mir!"
Ein Scheinwerfer flammt im selben Moment auf und erfasst drei verdatterte Personen. Laura glaubt, ihr Herz würde im nächsten Moment stehen bleiben.
Schockschwerenot, der ..., der meint tatsächlich uns, rattert es durch ihren hochroten Kopf. Mit großen Augen starrt sie ihre Eltern an.
"Na komm, Kleines", sagt ihre Mutter, die sich bereits erhoben hat, "sei kein Spielverderber. Der Magier wird dich bestimmt nicht verspeisen."
"Man weiß nie", antwortet Laura leise. Mit butterweichen Knien folgt sie den Eltern auf die Bühne, begleitet vom ohrenbetäubenden Geklatsche der anderen Zuschauer.
"Klaro", brummelt sie, "ihr könnt euch freuen. Euch hats ja nicht erwischt."
Laura kommt sich verdammt blöd vor.

  • das buch ist sehr gut und lustig. ich muss über den buch ein aufsatz schreiben
    lejla, am 01. Februar 2012
  • Das Buch hat mir auch gut gefallen. sehr gut sogar.

    Mara
    Mara , am 30. August 2010
  • Das Buch ist sehr toll. Ich habe das Buch aus der Bücherei ausgeliehen und wir müssen in der Schule ein Plakat darüber machen.
    Anna, am 30. August 2010

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    Über Rea

    Rea lebt allein bei ihrer Mutter. Das Leben könnte für sie und ihre Freunde ganz schön langweilig sein, wenn sie nicht ständig über seltsam mysteriös Vorkommnisse stolpern würde. Der Fall, den die Spürnase nicht löst, muss noch erfunden werden. Dabei kommen ihr zwei Eigenschaften zugute: Rea ist weder auf den Kopf, noch auf den Mund gefallen.

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